Um- und Anbau Personalhaus Grand Resort, Bad Ragaz

  • Sanora_1
  • Sanora_2
  • Personalhaus
  • Personalhaus
  • Personalhaus
  • Personalhaus Bad Ragaz
Auftragsart: Direktauftrag
Bauherr: Ergänzungsvorsorge der Grand Resort Bad Ragaz
Baujahr: 2013 - 2014
Bauleitung: Christian Gees, Scharans
Bauingenieur: wlw Bauingenieure, Mels
Status: Bezug 5. Mai 2014
 

Bereits zu Beginn der Planungsphase machte man sich Gedanken dazu, wie man mit der vorhandenen, wertvollen Baustruktur schonend umgehen kann. Durch die separate Beurteilung jedes Zimmers auf seine historische Wertigkeit konnte der Charakter der unterschiedlichen Zimmer gewahrt werden. Wo historisch wertvolle Böden, Türen, Fenstereinfassungen oder Täfer vorhanden waren, wurden diese restauriert. Die neuen Einbauten wie Küchen, Nasszellen und Schränke wurden so konzipiert, dass keine historische Substanz entfernt oder zerstört werden musste. Weiter konnte der Architekt Robert Albertin einige später hinzugefügte Eingriffe am Haus korrigieren. Beispielsweise wurden die bestehenden, zu dominierenden und später erstellten Gauben abgebrochen und mit neuen, dem Bestand angepassten Gauben ergänzt. „Dadurch wurde nicht nur eine Beruhigung der Dachlandschaft sondern gleichzeitig eine bessere Belichtung der Dachstudios erreicht“, freut sich Albertin über das Ergebnis.

Stallungen weichen Wohnraum
Um die medizinische Versorgung auch in entlegenen Berggegenden sicherstellen zu können, verfügte das Ärztehaus Jäger über Pferde und entsprechende Stallungen. Wenngleich das Gebäude nicht mehr als Stall genutzt wurde, stand für Architekt Albertin und den Bauherren ein radikaler Abriss nicht zur Diskussion. Daher wurde für das ehemalige Stallgebäude ein Teilerhalt innerhalb der bestehenden Gebäudehülle geplant: Die tragende und weitgehend intakte Struktur aus Bruchsteinen wurde erhalten. Neue Fenster und neue Läden zeigen die angepasste Nutzung des bisher leerstehenden Stalls gegen aussen und thematisieren den gestalterischen Spagat zwischen Stall und Wohnhaus. Die Proportionen der Fenster sowie der Gauben wurden dem Bestand angepasst, das Gebäudeensemble bleibt dadurch weiter als Einheit erkennbar und stärkt so den Charakter des Flussraumes und des Dorfkerns von Bad Ragaz.

Umweltschutz trotz schneller Bauzeit
Im Zusammenhang mit dem Umbau konnte eine Wärmepumpe installiert werden, die eine effiziente Energienutzung ermöglicht. Um darüber hinaus den hohen Umweltansprüchen der Bauherrschaft gerecht zu werden, achtete der Architekt auf eine ökologische Auswahl der Baumaterialien. Durch die gute Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege, den örtlichen Behörden sowie den Unternehmern gestaltete sich die Umbauphase als konstruktiv und konnte innerhalb von acht Monaten erfolgen. Anfang Mai zogen die ersten Mitarbeitenden in die neuen Zimmer und Studios an der Tamina ein.

up