EFH Cathomas, Chur

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Auftragsart: Direktauftrag
Bauherr: Familie Cathomas, Chur
Baujahr: 2016
Bauleitung: Thupten Dorji
Bauingenieur: Elmar Schriber GmbH
Status: Bezogen
 

Mitten im quadratischen Grundriss von rund 14x14m befindet sich ein 4x4m grosser, verglaster Innenhof. Er bereichert die gesamte Erdgeschossfläche mit der Qualität des greifbaren Freiraums, aber auch mit spannenden Blickbezügen quer über die Etage. Durch den umlaufenden Korridor ist der Hof locker in die Verkehrszone eingebunden, macht Aufenthalt und Bewegung zum Erlebnis: Sobald man den Flur aus dem grosszügigen Windfang an der Nordseite betritt, bleibt der Lichthof Teil des Weges, der Büro und Gäste WC an der Westseite und den Elternbereich an der Ostseite erschliesst. Vor dem Schlafbereich bildet eine idyllische Terrasse mit Natursteinen eine Oase der Ruhe und perfekten Rückzugsort.

Der Flur öffnet sich nach Süden zu einem grosszügigen Wohn-, Ess- und Kochbereich: an der westlichen Aussenmauer befindet sich die Küchenzeile mit Hochschränken und einem frei stehendem Block. Davor lädt der Esstisch und im rückwärtigen Bereich grenzt die gemütliche Lounge an. Der Innenhof wird dabei zum Bestandteil dieses Wohnraums ­– genau wie der Balkon, der sich auf gesamter Gebäudebreite mit grossen Schiebetüren nach vorne zur Stadt und somit hangabwärts orientiert. Durch einen Fassadenrücksprung wird aus dem schmalen Balkon eine grosse Terrasse, die witterungsgeschützt unter dem auskragenden, begrünten Dach liegt. Originell wärmt hier ein aussenliegender Cheminee Ofen an kühlen Abenden.

Während das Obergeschoss Eltern- und Treffpunktebene bildet, so liegt man im Untergeschoss das Reich der vier Kinder. Dank der Hanglage entstanden lichtdurchflutete, helle Räume, die von einer geradlinigen Treppe entlang der östlichen Aussenmauer erschlossen werden. Unten angelangt könnte eine Wand eingezogen werden, um später zwei separate Wohneinheiten zu schaffen. Die drei Räume sind etwa gleich gross und orientieren sich, teilweise mit Balkonanschluss, zum Panorama der Stadt. Die Kinder teilen sich ein Bad, an das ein Raum mit verborgenen Küchenanschlüssen grenzt. Dem Mädchenzimmer wurde, ein separater Nassbereich zugeordnet. Ein eigener Hauszugang gewährleistet, dass bei Bedarf die beiden Wohneinheiten sinnvoll und autark genutzt werden können.

Der grosse Baukörper mit seinen über den Hang gestaffelten Geschossen und locker angefügten Balkonen und Terassen fügt sich geschickt in das bauliche Umland. Die Aussenwände heben sich in satt beigem Anstrich ab. In eleganter Kombination stehen Passagen aus Naturstein.

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